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Dirndln in meinem Garten

Eigentlich heißen sie Kornellkirschen oder botanisch korrekt Cornus Mas, aber ich finde den Namen „Dirndln“ so nett, dass mir meistens dieser als erstes in den Sinn kommt. Bei mir im Garten haben einige der grünen Früchte bereits einen leicht rötlichen Schimmer. Reif sind sie dann, wenn sie in sattem – fast schon dunklem – Rot von den Zweigen leuchten und schön weich sind. Je weicher und dunkler desto weniger säuerlich schmecken sie.

Die Kornellkirschen zählen zu den typischen europäischen Wildobstarten. Bereits Hildegard von Bingen empfahl sie zur Reinigung von Magen und Verdauungstrakt. Auch heute noch werden die Früchte, die Vitamin C, Carotin und Mineralstoffe enthalten, gegen Magenbeschwerden eingesetzt. Die kleinen roten „Kirschen“, die einen relativ großen Kern umschließen, können frisch gegessen oder – mit etwas mehr Aufwand – zu Marmelade, Mus, Kompott, Saft oder Likör verarbeitet werden. Auch das Einlegen in Essig oder Salzlake ist möglich. Diese pikante Dirndl-Variante, die wie eine Olive genossen wird,  wollte ich schon immer mal ausprobieren. Allerdings benötige ich dafür die noch unreifen grünen Früchte - d.h. ich müsste schnell sein.

Falls ihr euch jetzt fragt, wo ihr Dirndln finden könnt (außer in meinem Garten): Die Sträucher, die bis zu 4 m hoch werden können, wachsen auch in vielen Parks, z.B. im Schönbrunner Schlosspark (nahe Gloriette  und Tiergarten). Schreibt mir doch, ob ihr sie gefunden und gekostet habt.
Und sollte ich es tatsächlich schaffen, dieses Jahr noch Dirndl-Oliven einzulegen, poste ich es mit Sicherheit :-).


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