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Atmen bis in die Haarspitzen

In meiner letzten Zoom-Yoga-Stunde lag der Fokus auf der Atmung. Die Yogalehrerin sprach von der Bedeutung der Atmung im Yoga und davon, dass wir versuchen sollten, bis in die Haarspitzen zu atmen. Diese Aussage gewinnt in Zeiten von Covid-19 und den damit verbundenen Auflagen im öffentlichen Bereich und für manche Berufsgruppen zusätzlich an Bedeutung. Spätestens nach einem Einkauf im Supermarkt sehne ich mich nach einem tiefen gehaltvollen Atemzug an der frischen Luft und nach einer Stunde mit Mund-Nasenschutz mit meinen Klienten ist die tiefe Atmung auf meiner geistigen Prioritätenliste wieder einmal an die erste Stelle gerückt.

Wie ihr schon von einem meiner früheren Blogbeiträge wisst, halte ich eine bewusste und tiefe Atmung für einen essentiellen Bestandteil unserer Gesundheit. Der Atem beeinflusst unter anderem die Aktivitäten der Zellen in unserem Körper und spielt bei der Entgiftung eine entscheidende Rolle. Tiefer Atem hilft uns, zur Ruhe zu kommen und unseren Stresspegel zu reduzieren.

Wie geht es dir mit deiner Atmung? Konzentrierst du dich - zumindest manchmal - auf deine Atmung?
Wenn du dir etwas Gutes tun willst, dann versuche jetzt, deine Atmung bewusst wahrzunehmen! Lege dich dazu flach auf den Rücken und „beobachte“ deinen Atem. Die Arme können dabei entweder parallel zum Körper liegen oder in drei Positionen die Atmung begleiten:
1. Hände auf dem Brustkorb: Kannst du die Atembewegung am Brustkorb wahrnehmen?
2. Hände auf dem Bauch: Hebt und senkt sich dein Bauchraum?
3. Hände auf die Körperschmalseiten: Bewegen sich deine Flanken, wenn du atmest?
Versuche dabei nicht, den Atem zu beeinflussen, nimm einfach nur wahr.
Zum Abschluss lässt du die Arme neben dem Körper, atmest tief ein und langsam aus und nimmst ganz unvoreingenommen wahr, wo du den Atem überall spüren kannst. Vielleicht nimmst du das Ausdehnen und Zusammenziehen am Rücken, in den Zehen oder in den Wangen wahr ... oder vielleicht spürst du das Atmen sogar bis in die Haarspitzen.


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